Zweitliga-Youngsters verteidigen Tabellenspitze

In einem echten Spitzenspiel setzte sich der Tabellenführer der 2. Bundesliga der TSV Gärtringen 2 nach harten Kampf mit 3:2 gegen die Vereinskolleginnen durch. Im Anschluss gewannen beide Teams auch noch gegen den TV Segnitz, der aber vor allem gegen die Routiniers mächtig Widerstand leistete.

Im mit Spannung erwarteten Vereinsduell hatten zunächst die Routiniers den besseren Start, da vor allem die Abwehrreihe mit Sabrina Schmid, Sarah Hoffrichter und Zuspielerin Nicky Heldmaier gute Arbeit leistete und so ging der TSV 1 mit 2:6 und 3:9 in Führung. Der Satzgewinn war anschließend nur noch Formsache beim 7:11, da vor allem viel kurz geschlagene Bälle immer wieder zu Punkten führten. Der zweite Satz war dann lange offen, aber ab dem 7:7 machten Katharina Schippert und Uli Niemann die entscheiden Punkte zum 7:11 und somit 0:2-Satzführung. Trainer Felger fand danach wohl die richtigen Worte und formierte sein Team im Angriff um. Die Führung wechselte in diesem Satz mehrfach – 0:3; 4:3 und 4:5. Danach kam der TSV2 um Zuspielerin Carola Krug aber immer besser ins Spiel und machte mit cleverem Spiel den Gegner mürbe und holte sich über 8:5 und 9:8 den Satzanschluss schließlich mit 11:8. Zu Beginn des vierten Satzes kam dann Miriam Eissler für Uli Niemann, um aus der Angabe für frischen Wind zu sorgen und zunächst sah es dann nach 0:4 und 4:7 nach einem Sieg der Routiniers aus, zumal beim Stand von 6:9 nur noch zwei Punkte zum Sieg fehlten. Aber die Abwehr des TSV2 mit Julia Motteler und Sara Grözinger stand nun sehr sicher und wehrte mit viel mehr Druck nach vorne ab und so schafften die Youngsters durch eine Fünferserie mit 11:9 den Satzausgleich. Im Entscheidungssatz spielte dann zunächst nur der Angriff des TSV2. Friederike Armbruster und Kim Niemann punkteten bis zum letzten Seitenwechsel beim 6:0 mit viel Übersicht. Beim Stand von 8:1 wollten sich der TSV1 aber noch nicht geschlagen geben und kam nochmals auf 8:5 heran. Den wohl spektakulärsten Ball beanspruchten dann jedoch die Oldies für sich – einen sehr gut gespielten Ball des Tabellenführers direkt an der Leine rettete Katharina Schippert gerade noch und ihre Angriffspartnerin Uli Niemann verwandelte direkt bei ihrer Tochter auf der Gegenseite zum 9:6. Danach machte aber Kim Niemann den Sack zu und so endeten der Satz mit 11:7 und ein echtes Spitzenspiel mit 3:2 für den Tabellenführer. Die frühere Nationalspielerin Sarah Hoffrichter meinte anschließend: „Den Sieg haben sich die Jungen redlich verdient nach dieser kämpferischen Leistung, aber den schönsten Ballwechsel haben wir gewonnen.“ Damit hatte das Felger-Team die Tabellenführung gesichert.

Der TSV1 musste nach nur einer kurzen Pause wieder gegen den Tabellennachbarn TV Segnitz ran und brachte gleich zwei frische Kräfte in die Abwehr mit Yvonne Hornikel und Danijela Vasic, die erstmals nach ihrer Babypause wieder zum Einsatz kam. Gegen die Angriffe von Ursina Sagstetter war dies auch erforderlich und man brauchte einen langen Atem, um Satz eins mit 11:9 zu gewinnen. Im zweiten Satz verlor der TSV1 dann nach einer 4:3-Führung völlig den Faden und man musste acht Punkte in Folge einstecken und verlor so den Satz mit 4:11, was aber auch an der eigenen Fehlerquote lag. Im dritten Satz, wieder mit dem Ball des Gegners, lag der TSV1 wieder mit 6:3 in Führung und musste zwar nochmals beim 7:7 den Ausgleich hinnehmen, holte sich aber dennoch mit 11:8 die Satzführung zurück. Im vierten Satz kam dann Sarah Hoffrichter für Danijel Vasic zurück ins Spiel, dennoch konnte das Team nach 0:4 und 6:6 den Satzausgleich beim 7:11 nicht verhindern. Die Ballwahl vor dem fünften Satz gewann dann der TV Segnitz, der den Ball der Gärtringer wählte. Gärtringen agierte aber nun sehr clever, indem die Angaben bis zum letzten Seitenwechsel zunächst von Uli Niemann und anschließend von Katharina Schippert jeweils auf die Wandseite geschlagen wurden und so der Satz über die Zwischenstände von 5:2 und 10:3 sicher mit 11:5 gewonnen wurde, was aber auch an der Eigenfehlerquote der gegnerischen Angreiferin lag.

Trainer Achim Felger brachte dann für den TSV2 mit Christina Scheufele eine frische Kraft für Julia Motteler, die sich nahtlos einfügte im Spiel gegen die Mainfranken. Im ersten Satz machte vor allem die gegnerische Angabenschlägerin Marites Gernet viel Druck und so hatte das Gäuteam Mühe sich abzusetzen und machte aber am Ende nach dem 7:8 die nötigen Punkte zum wichtigen Satzgewinn beim 11:9. Vor inzwischen über 100 Zuschauern dominierten dann die Blau-Weißen und machten aus einem 2:4 eine 7:4-Führung und gewannen den Satz deutlich mit 11:6, da man auch immer besser mit der weit aufgerückten Mittelfrau des Gegners zu Recht kam. Im dritten Satz reichte dem TSV2 dann eine starke Mittelphase, um aus einem 4:4 wiederum ein 9:5 herauszuspielen und letztlich mit 11:8 den Satz sicher nach Hause zu bringen und somit mit 3:0 den Sieg einzufahren.

Trainer Felger war danach auch zufrieden: „Wir haben zunächst lange gebraucht, um ins Derby zu finden, da zu Beginn auch die kämpferische Einstellung fehlte. Dies wurde dann aber deutlich besser und wir haben fast alle Kurzen danach entschärft. Im zweiten Spiel haben wir dann gleich zu Beginn konzentrierter gespielt. Nun können wir beruhigt in die Weihnachtspause gehen.“ Mit 18:2 Punkten führt der TSV2 weiterhin die Tabelle an, vor dem TSV Schwieberdingen und dem TSV Gärtringen 1, die jeweils 14:6 Punkte auf dem Konto haben.