SDM: U16 weiblich nutzt Heimvorteil und fährt zur DM

Mit einer sehr starken und konzentrierten Leistung holte sich der TSV Gärtringen die Titel bei der süddeutschen Meisterschaft in der heimischen Halle und hat somit die Fahrkarte zur deutschen Meisterschaft Anfang April in Kellinghusen gelöst. Einzig der MTV Rosenheim konnte in der Vorrunde dem TSV einen Satz abnehmen, wobei dieser hier wenig dazu beisteuern musste.

U16w: das Ticket zur Deutschen Meisterschaft gelöstU16w: das Ticket zur Deutschen Meisterschaft gelöstIn zwei Vierergruppen musste zunächst ermittelt werden, wer bereits nach der Vorrunde wieder die Heimreise antreten musste. In Gruppe A war dies der TV Hohenklingen, der mit seinen Gegnern zwar mithalten konnte, aber am Ende nicht das nötige Glück hatte und so seine Spiele verlor. Den Gruppensieg holte sich der hoch gehandelte SV Energie Görlitz, der nur gegen den Zweiten TSV Dennach einen Satz abgab, vor dem drittplatzierten TV Segnitz aus Bayern.

In Gruppe B wurde um die ersten drei Plätze ein enges Rennen erwartet, da sich dort alle drei Teams befanden, die sich in ähnlicher (Calw) bzw. fast gleicher Aufstellung (Rosenheim und Gärtringen) bereits vor zwei Wochen für die deutsche Meisterschaft der U18 qualifiziert hatten. Gärtringen sorgte gleich zu Beginn gegen den Dauerrivalen TSV Calw für klare Verhältnisse und gewann mit 11:7 und 11:3 deutlich in zwei Sätzen, wobei im zweiten Satz sieben Punkte in Folge gesetzt wurden. Am Ende der Partie kam auf der Abwehrposition dann auch Marie Kleiter zu ihrem Einsatz, wobei ihr eine leichte Erkältung doch zu schaffen machte, sie sich aber nahtlos ins Team einfügte. Im Spiel gegen den MTV Rosenheim sollte somit also bereits die Vorentscheidung um den Gruppensieg fallen. Bei 3:2-Führung des TSV gelang dem TSV dann für wenige Minuten gar nichts mehr und der bayerische Meister nutzte die Schwächephase und ging mit 4:10 in Führung. Am Ende brachte das Team um die stark aufspielende Hannah John den Satz mit 7:11 nach Hause. Im zweiten Satz drehten die Blau-Weißen den Spieß dann um und machten aus einem 4:5 eine 9:5-Führung und holten sich den Satz mit 11:9 und damit das Unentschieden. Rosenheim gewann anschließend deutlich gegen den TSV Calw, da diese ihre Schlagfrau schonten. Gärtringen versuchte gegen den TV Vaihingen/Enz zwar nochmals alles, aber am Ende reichte es wegen zweier fehlender Gutbälle nicht zum Gruppensieg, trotz eines deutlichen 11:4 und 11:5.

Somit mussten die Blau-Weißen dem Umweg übers Viertelfinale gehen und direkt nach dem letzten Gruppenspiel gegen den TV Segnitz antreten. Gärtringen knüpfte an die Leistung an und zog schnell auf 9:3 davon und holte sich den ersten Satz mit 11:6 und ließ auch im zweiten Satz beim 11:4 nichts anbrennen. Das vermutlich beste Spiel machte das Team um das Trainergespann Uli und Olaf Niemann dann im Halbfinale gegen den Gruppensieger der Gruppe A, den SV Energie Görlitz. Schnell zog das Team über 6:2 davon und holte sich den ersten Satz sicher mit 11:7. Erfolgsgarant hier war vor allem die Abwehrreihe mit Sara Grözinger und Sarah Burkhardt, die die Angriffe des Gegners fast allesamt entschärften. Danach kam wenig Gegenwehr vom Gegner, der sich beim 11:2 seinem Schicksal ergab. Mit diesem souverän herausgespielten Sieg waren die Finalteilnahme und die angestrebte Qualifikation zur deutschen Meisterschaft bereits erreicht. Im zweiten Halbfinale setzte sich nach einer starken kämpferischen Leistung in einem hitzigen Duell der TSV Calw mit 2:1 gegen Rosenheim durch, die somit die angestrebte DM-Teilnahme verpassten.

Im Endspiel zeigte der TSV dann gleich zu Beginn wer Herr im Hause ist und Ann-Kathrin Motteler legte ihrer Angreiferin immer wieder Schussbälle auf, die Kim Niemann dann gleich mit mehreren Hallenprellern abschloss. Nach den Zwischenständen von 6:0 und 9:3 wurde anschließend munter durchgewechselt und Nele Holocher machte aus der Angabe dann auch noch weitere Punkte zum 11:5-Satzgewinn. Im zweiten Satz, wieder mit gewohnter Aufstellung, kam vom Gegner nun etwas mehr Gegenwehr, dennoch kam das Gäuteam über die Zwischenstände von 5:3 und 8:5 zu einem verdienten 11:8. Mit der Titelverteidigung in dieser Altersklasse und zuvor sechs Titeln bei der U14 in Folge hat der TSV nun eine einmalige Bilanz von acht Titeln in Folge in den vergangenen fünf Jahren geholt.

Mit breiter Brust fährt das Team nun am Ende der Osterferien nach Kellinghusen, um am 7./8. April zumindest unter die Top6-Teams aus Deutschland zu kommen.

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